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Grandiose Landschaften, atemberaubende Panoramen und schwindelerregende Viadukte sind typisch für die Region der Rhätischen Bahn (RhB). Im Gebirge herrschen oft auch sehr raue Bedingungen. Der kombinierte Gütertransport ist hier oft der sicherste und einfachste Weg - dazu erst noch ökologisch sinnvoll. Die aktuellste Investition ist für den Container-Verlad in der Surselva gedacht: Die HKS Fördertechnik AG (HKS) lieferte den ersten bis zu 46 Tonnen packenden und leicht bedienbaren Hyster Reach Stacker (Containerstapler), was die RhB mit ihren Kunden in Ilanz feierte.

Die RhB setzte im Jahr 2009 mit etwa 1300 Mitarbeitern 100 Mio. CHF im Personenverkehr um. 20 Mio. CHF wurden mit Güterverkehr erzielt. Mit ihrem 384 km langen Schienennetz und ihren Krananlagen hat sich die RhB für das Handling von Containern, neben den bereits vorhandenen Umschlagsanlagen in ganz Graubünden, auch gut für den Container-Transport von und nach der Surselva gerüstet. Und ganz aktuell - mit der neusten Errungenschaft, einem Hyster Reach Stacker von der HKS. So kann sie die Schnittstelle zwischen Strasse und Schiene, also dem Kombinierten Verkehr (KV), nun erfolgreich praktisch bei allen zentralen Punkten auf dem ganzen RhB-Schienennetz anbieten. Wie kam es dazu?

Markterschliessung in der Surselva mit HKS als Logistikpartner
Erwin Rutishauser, CEO der RhB, erzählt wie es zur Zusammenarbeit mit der HKS Fördertechnik AG kam: „Die HKS hat für uns von allen Anbietern das optimalste Angebot gemacht. Mit dem Einsatz eines Reach Stackers wollen wir den kombinierten Verkehr auch in der Surselva fördern. Zusammen mit unseren Kunden, den Strassentransporteuren, wollen wir gemeinsam effiziente Logistikkonzepte erarbeiten. Der Einsatz des Reach Stackers ist ein gutes Beispiel für unsere Strategie im Güterverkehr. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Konzept weitere Kunden gewinnen werden."

Harte Aufgaben gemäss Pflichtenheft
Die Anforderungen für so eine flexible Transportlösung sind hoch. Matthias Tscharner, Leiter Güterverkehr RhB, erklärt dazu: „Es muss gewährleistet sein, dass die von uns erwarteten Transportmengen mit dem Reach Stacker umgeladen werden können. Mit der HKS-Lösung sind wir sehr zufrieden. Gemäss Pflichtenheft musste der Reach Stacker einen 34 Tonnen schweren, gefüllten Zement-Silocontainer umladen und das hat er sehr gut gemeistert."

Ideal für Containertransport und Kombiverkehr
HKS bietet ihre Reach Stacker der Marke Hyster sowohl als Containerstapler (CH) als auch als Kombiverkehrstapler (IH) an. Sie wurden speziell für den Einsatz in kompakten Containerlagern mit fünf Containern übereinander und drei Reihen hintereinander entwickelt. Die technischen Raffinessen des ausschliesslich für den harten Einsatz im Gebirge getrimmten Fahrzeugs können sich sehen lassen: Eine elektrische Vorheizung der Kabine ermöglicht dem Fahrer immer freie Rundumsicht. Damit der Fahrer sich beim Verladen der verschiedenen Containertypen in der richtigen Position befindet, kann die Kabine bis 2600 mm verfahren werden. Dieser Punkt ist im Kombiverkehr ein absolutes Muss. Ebenfalls muss das Fahrzeug auch bei Temperaturen im tiefsten Minusbereich fehlerfrei arbeiten. Aus diesem Grund wurde für den Brennstofftank, das Kühlwasser und das Hydrauliköl eine elektrische Vorheizung eingebaut. Weiter ist der Reach Stacker mit besonders verstärkten Komponenten im Bereich der Vorderachse, des Getriebes und der Motorisierung ausgestattet. Eine Zentralschmieranlage stellt die Langlebigkeit der Lager und Bolzen am Spreader, Boom und Grundgerät sicher. Der von Elme Spreader AB speziell für Hyster entwickelt intermodulare Spreader weist eine hohe Verwindungssteifheit auf, welche vor allem beim Verladen von Wechselbehältern von grosser Wichtigkeit ist. Ebenso ist das Aus- und Einklappen der Wechselbehälterarme sehr schnell zu bewerkstelligen, um die Verladezeiten auch dort gering zu halten. Die Dreheinrichtung des Spreaders gewährleistet mit 210° ein optimales Positionieren der Container. Die grossen Bereifungen der Dimension 18.00 x 33 ermöglichen den problemlosen Einsatz auf Schotterböden, wie beispielsweise im Kieswerk Montalta, wo der Reach Stacker zurzeit im Einsatz ist.

Besondere Herausforderungen für besondere Logistikkonzepte
Zu den besonderen Herausforderungen bei diesem Projekt befragt, erklärt Tscharner: „Für uns ist die Bedienung des Reach Stackers sicher eine der Herausforderungen. Was passiert z. B. im Winter? Reach Stacker werden in der Regel selten in solchen Höhen eingesetzt. Zur Lösung der Schneeräumungsproblematik haben wir verschiedene Bedienungskonzepte ausgearbeitet." Für ihn steht auch fest: „Es gibt zwar im Containerumlad immer die Alternative, einen Kran einzusetzen; gemäss unseren Erfahrungen geht die Ersatzteilbeschaffung beim Reach Stacker generell schneller, als bei einem Kran."

Fazit
Tscharner ist überzeugt, dass die RhB mit dieser strategischen Entscheidung und der HKS als Service-Partner den richtigen Weg eingeschlagen hat: „Wir sind sehr zufrieden mit den betreuenden Servicetechnikern, die uns den Reach Stacker bereitgestellt haben. Obwohl wir neben den hohen Anforderungen auch ein enges Zeitfenster hatten, haben wir zusammen mit der Firma HKS im Verlauf dieses Jahres vieles erreicht. Falls wir zukünftig die Anschaffung weiterer Geräte planen, wird die HKS Fördertechnik AG mit Sicherheit zum engen Anbieterkreis gehören.