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In der Schweiz hat die Feuerwehr bis zu 90 Minuten Zeit, um bei Brandschutzsystemen ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Der französische Standard ist höher: Dort sind zwei Stunden vorgeschrieben. Neue Brandschutzcontainer bringen die 120 Minuten nun auch in die Schweiz.

Die Verlängerung von 90 auf 120 Minuten kennt man vor allem vom Fussball. Eine Erfahrung, die jeder Spieler gerne vermeidet: Er muss an seine Leistungsgrenze gehen - und darüber hinaus. DENIOS geht jetzt freiwillig in die Verlängerung: mit seinen Brandschutzcontainern. Unterschiedliche Prüfstandards innerhalb Europas führten bisher zu unterschiedlichen Ergebnissen. Jetzt hat die EU die EG-Richtlinie 305/2011 verabschiedet.

Eine Vereinheitlichung der Prüfkriterien und Klassifizierungsnormen für die Feuerwiderstandsdauer von Brandschutzsystemen war eine Voraussetzung für ihre Einführung in Europa.

In Deutschland zum Beispiel wird die Richtlinie ab dem 1. Juli 2013 durch die neue Bauprodukte-Verordnung umgesetzt. DENIOS hat die Brandschutzlager der Typenreihe BMC und FBM weiterentwickelt. Diese Brandschutz-Container erfüllen nun alle europäischen Richtlinien.

Wenn in der Schweiz die nötigen Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können, müssen brennbare Flüssigkeiten gemäss VKF- und EKAS-Richtlinien so gelagert werden, dass die Feuerwehr (je nach Einstufung der Stoffe) bis zu 90 Minuten Zeit hat, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. So schreiben es - vereinfacht ausgedrückt - die heute in der Schweiz geltenden Vorschriften vor. Dabei spielen die zu lagernde Mengen sowie die Einstufung der Medien in die verschiedenen Gefahrenklassen eine entscheidende Rolle. Ebenfalls zu beachten sind u.a. die notwendigen Lüftungsmassnahmen sowie ein Zusammenlagerungskonzept.

In Frankreich dagegen gibt es bereits schärfere Bedingungen: hier ist bei der Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten eine Feuerwiderstandsfähigkeit von mindestens 120 Minuten vorgeschrieben.

Einheitliche Klassifizierung

Um die verschiedenen Vorschriften, Richtlinien und Regeln zu harmonisieren, wird nun auf europäischer Ebene ein einheitliches Prüfklassifizierungskonzept für Bauteile des Brandschutzes erarbeitet und eingeführt. Die Grundlagen dafür sind die Normen EN 13501-1 für das Brandverhalten und EN 13501-2 für den Feuerwiderstand.

R = Résistance (Tragfähigkeit)
E = Étanchéité (Raumabschluss)
I = Isolation (Wärmedämmung)
(30/60/90/120...) = (Feuerwiderstandsdauer in Minuten)

Um nun den neuen europäischen Richtlinien Rechnung zu tragen, hat DENIOS die Bauteile seiner Brandschutzcontainer einem Test durch die Firma Efectis in F-Metz unterzogen. Dabei wurden Wand und Decke des Containers 120 Minuten lang mit einem Kammerdruck von 20 Pascal nach der vorgeschriebenen Temperaturkurve von innen beflammt. Diese Prüfung geht weit über den üblichen Standard hinaus, da sonst nur einzelne Bauteile, wie zum Beispiel Brandschutzpaneelen, einer solchen Prüfung unterzogen werden. In diesem Test wurde jedoch eine Raumecke über die gesamte Spannweite der Decke beflammt. Aber selbst dieser neuralgische Punkt der Konstruktion hielt aufgrund einer Doppelrahmenkonstruktion dem Flammeninferno stand.

Entscheidendes Element: die Tür

Das Brandschutzsystem besteht aus dem beschriebenen und geprüften Raumabschluss, in den entsprechende Bauelemente bedarfsorientiert eingebaut werden. Ein wesentliches Element ist dabei die Brandschutztür. Da in der Schweiz oft nur eine Feuerwiderstandsdauer von 30, 60 oder maximal 90 Minuten gefordert ist, wählen viele die jeweils ausreichenden Türversionen (von F30/T30 bis F90/T90). Sie verzichten auf den Einbau einer hochwertigeren F120/T120-Tür, durch die der DENIOS-Brandschutzcontainer in Europa als Gesamtsystem gemäss REI 120 eingestuft wird. Denn der Container-Korpus erfüllt die Voraussetzungen für diese höhere Einstufung, wie das Testergebnis aus Metz belegt.

Als international agierendes Unternehmen orientiert sich DENIOS bereits heute an den Vorschriften anderer europäischer Länder. Wegen der in Frankreich vorgeschriebenen 120 Minuten Feuerwiderstandsdauer bei der Lagerung von Gefahrstoffen baut DENIOS aus Gründen der Standardisierung, mit der auch Kosteneffizienz einhergeht, den Container-Korpus nur in der gemäss REI 120 eingestuften Ausführung. Der Schweizer Kunde bestellt also in der Regel einen F90-Container, aber er erhält REI 120 - zumindest auf den Korpus bezogen. Durch den Einbau bedarfsorientierter Elemente bestimmt er die notwendige Einstufung des Gesamtsystems (gemäss der länderspezifischen baulichen Anforderung) letztlich selbst. Dabei ist für die Bewertung das schwächste Glied in der Kette ausschlaggebend für die Kategorisierung bezüglich des Brandschutzes.

Anwender erhalten ein flexibles System, das den aktuellen schweizerischen VKF-Richtlinien und den schärferen europäischen Anforderungen zu Feuerwiderstand entspricht: Brandschutzcontainer von DENIOS sind konform zu den EU-Richtlinien und deren mitgeltenden Normen und somit auch gewappnet für die auf 2015 angesetzte Revision der VKF-Brandschutzrichtlinie.